Sansibar – Vier beliebte Ausflüge auf der Gewürzinsel

Türkisfarbenes Meer, weiße Traumstrände und afrikanischer Flair. Auf Sansibar lässt es sich definitiv gut aushalten. Vor allem, wenn man wie wir gerade eine aufregende Safari-Woche auf dem Festland Tansanias bzw. eine Kilimandscharo-Besteigung hinter sich hat, freut man sich ungemein auf ein paar Tage Entspannung pur! Wem das Faulenzen auf Dauer jedoch zu öde ist, kann auf Sansibar auch einige nette Dinge unternehmen. Vier davon möchten wir euch an dieser Stelle kurz vorstellen, auch wenn wir selber davon nur die Spice Tour unternommen haben.

1. eine Spice Tour buchen

Sansibar wird auch „die Gewürzinsel“ genannt. Das liegt daran, dass im Landesinneren jede Menge exotische Früchte und Gewürze angebaut werden. Wer also schon immer mal wissen wollte wo der Pfeffer wächst, sollte unbedingt eine Gewürztour buchen. Dabei erfahrt ihr wie Gewürze wie z.B. Zimt, Nelken, Vanille, Pfeffer, Curcuma und Safran, und so leckere Früchte wie Ananas, Avocado, Papaya und Jackfruit, aber auch Kakao, Kaffee und viele mehr in unverarbeiteten Zustand aussehen, bzw. wie diese wachsen. Auch eine Verköstigung ist im Preis inkludiert und die frisch gepflückten Früchte sind einfach nur unglaublich lecker! Die Tour dauert etwa zwei Stunden ist super informativ und gehört zu den beliebtesten auf Sansibar. Buchen kann man sie quasi in jeder Unterkunft, oder auch bei einem der Beachboys am Strand. Einfach vor Ort nachfragen. Man wird dann direkt am Hotel eingesammelt und zur Farm gebracht. Wir hatten sogar einen deutschsprachigen Guide, der aus der Führung ein humorvolles Quiz machte. Wirklich ein lohnenswerter Ausflug.

2. die Unterwasserwelt um Sansibar erkunden

Ganz toll müssen wohl auch die Tauch- und Schnorchelspots der Insel sein. Angeblich gehören diese zu den besten vor der Ostküste Afrikas. Wir haben am Ende zwar keine Tour gebucht, aber die Recherche zeigt, dass neben dem Mnemba Atoll im Nordosten, vor allem an der Westküste wohl die besten Spots zu finden sind. Auf Chumbe Island kann man neben der Unterwasserwelt dann auch noch die seltenen Palmendiebe (Riesenkrabben, die auf Bäume klettern können!) bestaunen. Auf Changu Island wiederum sind die Riesenschildkröten die Stars. Auch auf den Nachbarinseln Mafia und Pemba gibt es diverse Spots die sehr sehenswert sein sollen! Des Weiteren werden auch Delfintouren angeboten.

Als beste Reisezeit für einen Tauch- bzw. Schnorcheltrip gelten die Monate März, Oktober und November. Dann ist es weder regnerisch noch windig und die Sicht unter Wasser am besten. Wem Regen nichts ausmacht, kann auch die Monate April und Mai wählen – nass wird man ja so oder so. Die Atolle rund um Sansibar bieten eine tolle Unterwasserwelt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Eine Tour kann entweder im Hotel, oder auch bei einem einheimischen, vertrauenerweckenden Fischer gebucht werden.

3. eine Safari im Jozani National Forest

Noch mehr Natur kann man im Jozani National Forest erleben. Der einzige Nationalpark Sansibars liegt schön zentral im Inneren der Insel und ist daher von überall gut und schnell zu erreichen. Auf Stegen geht es mit einem Guide durch den Regenwald immer auf der Suche nach den nur hier vorkommenden Red Colobus Affen. Diese Art war lange vom Aussterben bedroht, konnte aber durch diverse Schutzmaßnahmen gerettet werden. Mittlerweile leben wieder etwa 2.500 Exemplare im Jozani Forest. Neben den Red Colobus Affen können aber auch andere Affenarten und Tiere, wie z.B. Schlangen, Schildkröten oder Schmetterlinge beobachtet werden. Vor allem die, die nicht in den Genuss einer Safari auf dem Festland Tansanias gekommen sind, können dies hier, wenn auch im viel kleineren Format, erleben. Auch diese Tour kann ganz einfach in der Unterkunft gebucht werden.

4. das historische Stone Town erleben

Eine weitere Möglichkeit einen Tag auf Sansibar zu verbringen ist ein Besuch des Stadtteils Stone Town in Sansibar-Stadt. Hier kann man auf den historischen Spuren von Sultanen, Sklaventreibern und Gewürzhändlern wandeln. Verschiedenste kulturelle Einflüsse haben die Menschen über die Jahrzehnte geprägt. Vielleicht auch ein Grund warum Stone Town seit dem Jahr 2000 UNESCO Weltkulturerbe ist. Auf einer geführten Tour erfährt man mehr über die geschichtlichen Hintergründe und die interessanten Gebäude. Daneben besteht hier auch die Möglichkeit ein paar Souvenirs oder Gewürze zu shoppen. Gewürze sind in Stone Town übrigens deutlich günstiger als auf einer Gewürzfarm. Wer nicht auf enge Gassen und Gewusel steht, sollte sich die Tour allerdings besser knicken. Wer aber genau dies mag, kann entweder auf eigene Faust losziehen, oder einmal mehr ganz bequem eine Tour über die Unterkunft buchen. Frauen sollten dabei auf angemessene Kleidung achten. Sansibar ist muslimisch geprägt.

Unser Fazit

Sansibar gilt in erster Linie als klassisches Reiseziel für einen Badeurlaub. Erholung, Sonne und Meer stehen hier im Vordergrund. Bei der Suche nach der richtigen Unterkunft sollte berücksichtigt werden, dass an den Stränden der Ostküste aufgrund der zum Teil sehr starken Gezeiten ein bequemes Baden im Meer nur bei Flut möglich ist. Dafür gibt es hier mehr Ruhe und Abgeschiedenheit. Wer genau dies sucht, dem können wir unsere Unterkunft Spice Island Resort wärmstens ans Herz legen. Wasserratten dagegen sollten die nordwestlich gelegenen Strände von Nungwi und Kendwa ins Auge fassen. Hier sind die Gezeiten weniger stark. Wer Abwechslung zu den weißen Traumstränden benötigt bucht z.B. eine der von uns vorgestellten Ausflüge. Dabei ist Sansibar noch recht ursprünglich und bei Weitem nicht so touristisch, wie vielleicht anzunehmen und man sollte sich bewusst machen, dass außerhalb der schönen Hotelanlage auch viel Armut zu sehen ist. Tansania gehört nun mal zu den ärmsten Ländern der Welt. In Summe stellt eine Reise nach Sansibar in Verbindung mit einer Safari auf dem Festland Tansanias, oder einer Kilimandscharo-Besteigung eine tolle Kombinationsmöglichkeit aus Adventure und Entspannung dar. Für einen reinen mehrtägigen Badeurlaub würden wir die Gewürzinsel allerdings nicht anfliegen. Da gibt es in unseren Augen deutlich interessantere, günstigere und nähergelegene Ecken auf unserem Planeten.

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