Yellowstone & Teton NP – Teil 1: Reiseplanung

Stehen für euren nächsten US Roadtrip die Nationalparks Grand Teton und Yellowstone auf der Bucketlist? Dann so viel schon mal vorab – die beiden Parks sind der absolute Knaller! Es gibt so viele tolle Dinge zu entdecken. Beeindruckende Wasserfälle, Berglandschaften und weite Täler, viel Wildlife (fast wie in Afrika) und natürlich die einzigartigen vulkanischen Sehenswürdigkeiten. Bevor ihr euch jedoch an die Planung der Route begebt, solltet ihr euch unbedingt ein paar grundlegende Gedanken zur Reiseplanung machen! Daher kommen hier alle wichtigen Infos und Tipps.

Allgemeine Infos

Anreise: Natürlich mit dem Flugzeug 😉 . Größere Städte in der „Nähe“ der beiden Nationalparks, die auch aus Europa angeflogen werden, sind Denver, Salt Lake City und Calgary. Von dort geht es dann mit Mietwagen oder Wohnmobil weiter auf die mindestens 500 Kilometer lange Anfahrt. So viel dann auch zum Thema „Nähe“. Mal eben besucht man die beiden Parks halt nicht, was aber auch eigentlich viel zu schade wäre! Alternativ könnt ihr auch einen Anschlussflug nach Jackson buchen. Dann seid ihr direkt am Südeingang vom Grand Teton NP. Hier gibt es eine Mietwagen-Station von Alamo und Hertz, allerdings keine der bekannten Wohnmobil-Vermieter (Apollo, Cruise America).

Old Faithful Geysir Upper Geysir Basin Yellowstone NP

Eines der vielen Highlights – der Old Faithful Geysir im Upper Geysir Basin

Eintritt und Öffnungszeiten: Ob mit Auto oder Wohnmobil, der Eintritt kostet für beide Parks zusammen 35$ pro Fahrzeug und gilt für eine ganze Woche. Wer auf seinem Roadtrip auch noch andere Nationalparks besuchen möchte, für den lohnt sich evtl. der Erwerb eines Annual Passes. Diesen gibt es an jedem Parkeingang zu einem Preis von 80$ (Stand 2018). Ab dem dritten Nationalpark rentiert sich der Pass und ist ein Jahr lang gültig. Während der Teton NP das ganze Jahr über besucht werden kann, ist der Yellowstone nur von etwa Mai bis Ende September geöffnet. Je nach Witterung kann dies auch etwas variieren. Hauptreisezeit für beide Parks ist Juli und August, dann ist es tagsüber am wärmsten, aber auch am vollsten. Die beste Reisezeit liegt daher direkt im Anschluss Anfang September, dann sind die Parks leerer.

Klima: Bereitet euch am besten auf alle erdenklichen Wetterverhältnisse vor und kleidet euch in Schichten. Der Yellowstone NP liegt nämlich auf einer Hochebene mit einer durchschnittlichen Höhe von über 2.000 Metern. Selbst im Frühling und Herbst sind daher noch Schneefälle möglich, und auch im Sommer kann es nachts empfindlich kalt werden. Wir hatten Anfang September tagsüber immer deutlich über 20°C bei blauem Himmel und Sonnenschein, Nachts ging es jedoch runter bis fast auf den Gefrierpunkt.

Besonderheiten Yellowstone

Mit einer Fläche von fast 9.000 km² ist der Yellowstone NP einer der größten Nationalparks der USA. Um alle Highlights in Ruhe erkunden zu können, braucht man in unseren Augen 4-5 Tage. Das ist deutlich mehr, als wir bisher für andere Nationalparks in den USA benötigt haben. Daher gilt es hier ein paar Besonderheiten bei der Planung zu berücksichtigen.

Zugänge: Der Yellowstone NP ist über fünf verschiedene Zugänge aus unterschiedlichen Richtungen zu erreichen. Vor fast allen Eingängen liegen kleine, mal mehr mal weniger schnuckelige, Touristenorte, in denen man gut und günstig übernachten kann. Allerdings solltet ihr unbedingt versuchen innerhalb der Parkgrenzen unterzukommen. Morgens bilden sich nämlich an den Parkeingängen regelrechte Staus und ihr verliert hier viel wertvolle Zeit. Zumal man im Park eh schon mehr als 300 km unterwegs ist um alle Highlights gesehen zu haben, und dabei schnell unterschätzt, dass sich aufgrund von Tempolimits, Roadworks und tierischen Straßensperren die sowieso schon großen Distanzen echt ziehen können. Verlässt man den Park nun auch noch täglich, kommen etliche Kilometer und vergeudete Stunden hinzu.

Bisons auf der Straße im Yellowstone - da ist der Stau vorprogrammiert

Bisons auf der Straße im Yellowstone – da ist der Stau vorprogrammiert

Camping: Wer wie wir die horrenden Preise der Parklodgen umgehen möchte, aus zuvor genannten Gründen aber lieber innerhalb des Yellowstone übernachten will, für den gibt es eigentlich nur eine Option – und die heißt Camping. Campgrounds kosten nämlich nur ca. 30$ pro Tag. Dabei ist es egal, ob ihr mit einem Wohnmobil, mit einem kleineren Campervan oder ganz einfach mit Mietwagen und Zelt unterwegs seid. In Summe stehen euch 12 Campgrounds mit insgesamt 1.700 Stellplätzen im Yellowstone NP zur Verfügung. Hört sich viel an, kann aber vor allem in der Hauptreisezeit, an Wochenenden und zu amerikanischen Feiertagen tatsächlich eng werden. Dazu kommt, dass ihr nur 5 der 12 Campgrounds im Vorfeld reservieren könnt. Diese sind Bridge Bay, Canyon, Grant, Madison (alle No Service am Stellplatz) und Fishing Bridge (HookUp-Service mit Strom, Wasser, Abwasser am Stellplatz). Die anderen sind „first come – first serve“ Plätze und wohl eher für Touristen mit längerem Aufenthalt gedacht. Wer mehrere Wochen bleibt, hat halt auch genügend Zeit sich erst vor Ort einen Stellplatz zu suchen. Dem „normalen“ Besucher mit einem Aufenthalt von ein paar Tagen empfehlen wir dagegen dringend, sich um die Unterkünfte im Park weit im Voraus zu kümmern! Andernfalls riskiert ihr am Ende des Tages doch noch außerhalb einen Campground suchen zu müssen. Wildes Camping im Park ist übrigens verboten. Wir haben zwei Monate im Voraus gebucht und so gerade eben noch alle Wunsch-Campgrounds reserviert bekommen. Alle Campgrounds bieten neben einer Dumping-Station, um euer Abwasser loszuwerden, auch im Preis inkludierte Duschräume und mehrere saubere Toilettenhäuschen.

tyischer Stellplatz im Yellowstone

tyischer Stellplatz im Yellowstone

Sonstiges: Wenn ihr den Menschenmassen entgehen wollt, beginnt euren Tag früh am Morgen und nehmt auch die letzten Sonnenstrahlen am Abend mit. Mittags, wenn es an den Hauptsehenswürdigkeiten sehr voll wird, könnt ihr dann lieber eine kleine Pause einlegen. Morgens und abends ist darüber hinaus auch die beste Zeit die Tiere der Parks zu sehen. In diesem Zusammenhang noch folgender Tipp: Versucht nicht einfach alle Highlights in 3 Tagen „abzuhaken“, sondern plant auch Zeit für den gemütlichen Grillabend und das Warten auf Wildlife ein.

So – jetzt seid ihr ausgestattet mit allen wichtigen Infos und könnt euch an die Routenplanung machen. Braucht ihr Hilfe dabei? Dann lest im zweiten Teil, wie ihr alle Sehenswürdigkeiten und Highlights in eine sinnvolle Reihenfolge bringt. Hier geht’s zum Artikel!

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