Prag – ein Städtetrip

Prag ist definitiv eine Reise wert und eignet sich perfekt als Ziel für einen Kurztrip. An einem Wochenende lässt sich die goldene Stadt bequem erkunden. Wir haben einige praktische Informationen zusammengetragen, damit ihr für euren Kurztrip bestmöglich vorbereitet seid.

Must Do’s & Geheimtipps 

Das Schöne an Prag ist, dass alle Sehenswürdigkeiten sehr nah beieinander liegen und sich die Stadt somit fußläufig super erkunden lässt. Vor allem in der gut erhaltenen Altstadt gibt es viel zu entdecken. Und da Prag auch historisch gesehen sehr interessant ist, bietet es sich an einen geführten Stadtrundgang zu buchen, um so alle Informationen über die Stadt zu erhalten. Im Preis ebenfalls inbegriffen sind dann auch diverse Geheimtipps  😉

Wir buchten unsere „Tour durch die Altstadt“ über get your Guide für 12,- €/Pers. und können die Tourguidin Dagmar nur wärmstens empfehlen. Im Rahmen der zweistündigen Stadtführung bekamen wir die Hauptsehenswürdigkeiten in der Altstadt gezeigt, historische Hintergründe erklärt und Bauwerke aus diversen Epochen erläutert.

Auch die berühmte astronomische Rathausuhr am Altstädter Ring aus dem Jahr 1410 hat Dagmar uns ausführlich erklärt. Zu jeder vollen Stunde finden sich vor der Uhr Massen von Touristen ein, um das kleine Schauspiel der Uhr zu bestaunen. Die vielen Bedeutungen der ganzen Zeiger und des Schauspiels der Figuren erschließt sich einem definitiv nur mit umfassender Erläuterung.

Zu einem klassischen Stadtrundgang durch Prag gehört auch ein Spaziergang durch das jüdische Viertel mit seinen alten Synagogen und dem Friedhof. Des Weiteren gehört natürlich die Karlsbrücke zu den absoluten Must-Do’s. Wer die Brücke für ein Foto für sich alleine haben möchte, muss aber früh aufstehen. Tagsüber tummeln sich hier neben diversen Straßenkünstlern Massen von Touristen. Hier endete unsere Tour mit Dagmar.

Auf jeden Zettel sollte dann noch ein Besuch der Prager Burg gehören. Von hier oben habt ihr einen herrlichen Blick über die ganze Stadt. Die weltweit größte Burganlage samt Kathedrale ist sehr sehenswert und ein großer Teil kann sogar kostenlos besichtigt werden. Lasst euch von der langen Schlange am Eingang nicht abschrecken. Dabei handelt es sich nicht um den Ticketverkauf, sondern nur um die Sicherheitskontrolle und es geht schnell vorwärts. Die Prager Burg haben wir nur im Schnelldurchlauf gemacht, denn die Prager Burg ist beinahe eine kleine Stadt und neben den kostenlos zugänglichen Teilen könnt ihr durch Kauf eines Tickets das Goldene Gässchen und weitere Teil des Veitsdom besichtigen.

Abschließend noch ein kleiner Tipp für den wohl besten Ausblick über Prag. Von der Prager Innenstadt aus, überquert ihr die Chechuv Brücke und erreicht unmittelbar am Ende eine Treppe. Nehmt die linke Treppenseite und biegt oben angekommen links ab. Nach ein paar Metern gelangt ihr zu dem Viewpoint von dem ihr einen phantastischen Blick über die Moldau und die vielen Brücken habt. Am besten eignet sich die blaue Stunde, wenn die ganze Stadt anfängt zu funkeln.

Prag Brückenpanorama

Prag Brückenpanorama

Restaurants und Cafés

In Prag gibt es eine schier unendliche Anzahl an Restaurants, Brauhäusern und Cafés, die wir bei unserem kurzen Aufenthalt natürlich leider nicht alle testen konnten. Grundsätzlich gibt es aber ein paar Tipps, die einem bei der Qual der Wahl behilflich sein dürften.

1. Seitenstraßen bevorzugen: Die Locations entlang der Haupttouristenwege sollte man tunlichst meiden. Zum größten Teil gibt es hier nur völlig überteuerte Touristenfallen, die noch nicht einmal wirklich leckeres Essen anbieten. Wer aber einfach ein paar Meter in die nächste Seitenstraße abbiegt, findet authentisches und gutes Essen für deutlich weniger Geld. Typisch tschechisches Essen ist übrigens richtig deftig. Eisbein und Gänsekeule gehören hier genauso auf den Teller wie Gulasch oder Klöße. Im Zentrum zahlt man dafür zwischen 10,- € (Nebenstraßen) und 20,- € (Touri-Restaurant). Außerhalb des Zentrums soll man sogar nur ca. 5,- € für das gleiche Essen bezahlen. Es lohnt sich also wirklich ein paar Meter die ausgetretenen Wege zu verlassen.

2. Tipps von Einheimischen einholen: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man gute Tipps für leckeres und preiswertes Essen vor allem von den Einheimischen erhält. Wer sollte es schließlich sonst auch besser wissen? Anbieten tun sich hier unserer Meinung nach vor allem der Herr bzw. die Dame an der Hotel-Rezeption, oder z.B. der Guide bei eurer Stadtbesichtigung. Wir haben sogar richtig Glück und können auf einen tschechischen Bekannten, der in Prag lebt, zurückgreifen. Uns wurde das Katr Restaurant, sowie das Cafe Roter Stuhl empfohlen und haben beides getestet und können dies hier weiter empfehlen. Ansonsten lohnt wie immer auch Tripadvisor zur Recherche.

Good to know

Unterkunft: Wie immer bedeutet zentral wohnen auch gleichzeitig deutlich teurer wohnen. Wir haben eine Unterkunft in Prag 3. Fußläufig 20 Minuten zum Zentrum und somit noch in angenehmer Entfernung. Trotzdem aber weit genug entfernt um preislich interessant zu sein. Wir zahlen pro Person und Nacht 25,- € ohne Frühstück für ein wirklich gutes und sauberes Appartement mit zwei Schlafzimmern und zwei neuen Badezimmern. Wir würden es wieder so machen!

Wechselstuben: Tschechien ist EU-Mitglied, nicht aber der Währungsunion angeschlossen. Zwar kann man fast überall auch in Euro bezahlen, lohnen tut sich das aber aufgrund der schlechten Umrechnung nur bedingt. Besser ist es Euro in Kronen zu wechseln. Die hierfür erforderlichen Wechselstuben gibt es in Prag wie Sand am Meer. Aber auch hier gilt Vorsicht! Viele nehmen am Ende noch hohe Gebühren, oder bieten einen schlechten Wechselkurs. Eine seriöse Möglichkeit Geld zu wechseln ist die eXchange Bank im Josefov Viertel (Kaprova 14/13 110 00), da diese Wechselstube staatlich geführt ist, gibt es hier einen fairen Wechselkurs und KEINE zusätzlichen Gebühren.

Touritrapps: Wie in jeder Touristenhochburg gibt es auch in Prag die eine oder andere Falle, in die man als Besucher trampeln kann. Besonders aufpassen sollte man bei den lecker anmutenden Spießbraten, die an jeder zweiten Ecke angeboten werden. 100 g kosten zwar nur ein paar Euro, aber auf die Schale gibt es immer ein vielfaches. So seid ihr schnell mehr als 10 € los. Des Weiteren solltet Ihr bei der Benutzung von Taxen aufpassen. Am besten vorab informieren, was eine Fahrt von A nach B maximal kosten darf und dies mit dem Taxifahrer aushandeln. So gibt es dann keine bösen Überraschungen.

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