New England meets Indian Summer

Wer ein tolles Reiseziel für den Herbst sucht, sollte sich mal mit dem Nordosten der USA beschäftigen. Die Landschaft verwandelt sich zu dieser Zeit nämlich in ein farbenfrohes Naturspektakel und setzt so die vielen Highlights in dieser Region noch besser in Szene. Das Programm reicht von Mega-Cities über Naturwunder bis hin zu einer faszinierenden Küstenlandschaft. Dazu gesellt sich ein extrem britischer Flair – New England lässt halt grüßen. Für jeden sollte hier etwas dabei sein. Wir stellen Euch hier einfach mal unsere Stops unseres Roadtrips vor…

Newport Mansions

Die Mansions sind alte Herrenhäuser aus der Zeit des Gilded Age (1900) und können heute besichtigt werden. Eine hohe Anzahl dieser Anwesen befindet sich in Newport zwischen Boston und New York. Die Häuser sind einfach sensationell! Uns hat es natürlich „The Breakers“ am meisten angetan. Aber auch „The Elms“ und „Marble House“ sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Pro Haus sollten ca 1 – 1,5h eingeplant werden. Ein zurecht prämierter Audioguide führt durch alle Räume und erklärt sehr anschaulich den Alltag zur Zeit des Gilded Age. In Summe kommt man hier aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus und ist danach der Meinung, dass einem so ein Anwesen auch ganz gut stehen würde 😉 Am besten Ihr unternehmt die schöne Wanderung entlang des Cliff Walks. Zur Linken das Meer und zur Rechten die Mansions – eine klasse Kombination! Die Newport Mansions haben uns sehr gut gefallen, so dass wir einen Stop hier definitiv empfehlen würden!


Green & White Mountains

Auf der Suche nach den berühmten herbstlichen Farben, dem Fall Foliage, empfehlen sich vor allem zwei Ecken New Englands – die Green und die White Mountains.

Für die Green Mountains eignet sich als Startpunkt das Städtchen Waterburry. Hier könnt ihr, bevor es losgeht, zunächst die Ben & Jerry’s Factory besuchen und jede Menge leckeres Eis vertilgen. Im Anschluss macht man sich dann auf in Richtung Süden. Nehmt am besten den Scenic Highway 100 und genießt die vorbeiziehende Landschaft. Wenn Ihr genug habt müsst Ihr leider irgendwann den Highway 100 verlassen und in Richtung White Mountains abbiegen.

Als Ausgangspunkt für Touren in die White Mountains bietet sich das Städtchen Conway an. Dieses liegt an einem der beiden Enden des Kancamagus Highways, einem DER Top-Spots für die alljährliche Blattverfärbung. Dementsprechend solltet Ihr min. einen ganzen Tag für die 60km einplanen und den Highway auf jeden Fall einmal komplett fahren! Es gibt diverse Aussichtspunkte und auch die ein oder andere nette Wanderung! Alles ist hier sehr gut ausgeschildert und wird in einer Parkmap, welche Ihr am Visitor Information Centre erhaltet, nochmals bestens beschrieben. Bei unserem Besuch Anfang Oktober und somit ca. 1 Woche vor dem Peak, erstrahlte die Landschaft in allen erdenklichen Rottönen. Einfach ein tolles Naturspektakel!!! Darüber hinaus gibt es hier die Chance auf Wildlife (Elche, Bären, etc.). In Conway selber gibt es sehr gute Shopping Möglichkeiten in diversen Outlet Malls! Zusammengefasst – wollt Ihr den Indian Summer von seiner schönsten Seite sehen, fahrt den Kancamagus Highway!


Acadia NP

Natürlich eines der absoluten Highlights auf unserer Reise. Wie so oft sind die amerikanischen Nationalparks einfach überragend! Beim Acadia ist es vor allem die atemberaubende Küstenlandschaft. Tagsüber könnt ihr auf diversen Wanderungen euren Adventure-Hunger stillen. Königsdisziplin ist hier sicher der Precipice-Trail. Um die 370 Höhenmeter zu überwinden, geht es ohne Sicherung teilweise senkrecht nach oben. Wer Höhenangst hat oder sich nicht fit genug für die Kraxelei fühlt, sollte unbedingt von dem Hike absehen. Wenn ihr Euch nicht sicher seid, ist der Beehive-Trail der geeignete Test. Dieser ist nicht ganz so hoch, weniger steil und bringt deutlich weniger Nervenkitzel. Von der Art her ist er aber sehr ähnlich und die Aussicht ist nicht minder sensationell. Fühlt Ihr euch auf dem Beehive wohl, dann steht dem Pricipice nichts mehr im Weg. Wer am Abend noch ein schönes Fotomotiv sucht, fährt zum Bassharbor Lighthouse. Seid früh da, denn ihr werdet nicht die einzigen sein, die den Leuchtturm zum Sonnenuntergang ablichten wollen. Zum Abschluss des Tages geht es dann noch ab auf den Cadillac Mountain zum Stargazen. Einfach ein perfekter Tag!


Cape Ann

Letzter Stop unserer Rundreise ist Cape Ann. Hier nahmen wir noch an einer Whale-Watching Tour mit Cape Ann Whale Watch teil. Auch wenn wir schon diverse Whale-Watching Touren hinter uns haben, war es wieder einmal ein tolles Erlebnis. Wilde Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können ist einfach ein unbeschreiblicher Anblick. So nah waren wir auch noch nie dran gewesen. Teilweise tauchten die Wale direkt neben unserem Boot auf. Auch unser Captain war der gleichen Meinung und platzierte die Tour direkt mal unter seine persönlichen All-Time Top 5. Auch wenn wir vielleicht besonderes Glück hatten, können wir nur jedem, der sich für Wildlife interessiert, eindringlich empfehlen mal so eine Tour mitzumachen! Zu 95% ist es das Geld wert! Wir wurden bisher noch nicht enttäuscht.

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