Mlilwane Wildlife Sanctuary

 

Das kleine Königreich Swasiland ist ein Binnenland, welches an Südafrika und Mosambik grenzt. Es ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt und besitzt die höchste Rate an HIV-Infizierten weltweit. Klingt leider alles andere als einladend, dennoch lohnt hier ein Stopp auf dem Weg vom Krüger Nationalpark nach St. Lucia – z.B. im Mlilwane Wildlife Sanctuary.

Die Fahrt durch den Krüger NP hat mal wieder mehr Zeit gekostet als gedacht, so dass wir recht spät an der Grenze zu Swasiland ankommen. Die Einreise in das Königreich, mitten in Südafrika, ist recht abenteuerlich. Irgendwie sind wir hier an der Grenze die einzigen Touristen und müssen in verschiedenen Hütten anstehen, Formulare ausfüllen und Stempel im Reisepass sammeln. Letztendlich passieren wir aber die Schranke und sind drin.

Sofort fällt auf, dass Swasiland im Vergleich zu Südafrika deutlich weniger entwickelt ist. Wir sehen mehr Leute die Barfuß die Straße entlang laufen als Autos und immer wieder sehr einfache Hütten am Straßenrand. Trotzdem erscheint die Landschaft irgendwie märchenhaft und tatsächlich noch total unberührt.

Die Lodge liegt mitten im Nationalpark und wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zum Abendessen. 30 Minuten später und wir hätten vor verschlossenen Restauranttüren gestanden. Also nochmal Glück gehabt.

Nach dem Essen gibt es auf der Freifläche ein gemütliches Lagerfeuer und es werden traditionelle Tänze aufgeführt. Dann geht es mit dem Auto zurück zu unserer Hütte. Zu Fuß sollte man die wenigen Meter im Dunkeln besser nicht zurücklegen. Nilpferde kreuzen nachts regelmäßig das Lodgegelände auf der Suche nach saftigem Gras und können ziemlich unangenehm werden.

Nachdem wir um Krüger die teuerste Unterkunft des Urlaubs hatten, ist dies hier mit 25€/Doppelzimmer die günstige Unterkunft. Dafür bekommen wir ein freistehendes Rondaval (gemauerte Rundhütte mit Reetdach) mit fließend Wasser und Strom. Zwar einfach ausgestattet, aber tiptop sauber. In Summe vollkommen i.O. Alternativ kann man hier auch in traditionellen Beehive-Hütten übernachten. Diese sind nochmal günstiger, waren aber schon ausgebucht.

Die Nacht verläuft ruhig und mit Sonnenaufgang geht es für uns auch schon wieder weiter. Wir treten vor die Tür unserer Hütte und sehen jetzt bei Tageslicht erstmals die tolle Aussicht. Ein paar Antilopen grasen nur wenige Meter von uns entfernt. Nach einem Frühstück auf der Holzterrasse des Restaurants mit Ausblick übers Wasser unternehmen wir noch einen kleinen Rundgang über das Lodgegelände. Wir beobachten ein paar Warzenschweine die sich an der Glut des erloschenen Lagerfeuers wärmen und statten den schon angesprochenen Beehive-Hütten einen Besuch ab. Dann geht es weiter in Richtung Santa Lucia an die Küste.

Viel gesehen haben wir hier in Swasiland leider nicht. Rückblickend empfehlen wir aber mindestens einen halben Tag oder besser zwei Nächte hier zu verbringen. So habt Ihr einen ganzen Tag im Mlilwane Wildlife Sanctuary und könnt an den diversen Aktivitäten teilnehmen. Da in dem Schutzgebiet keine gefährlichen Raubtiere leben, stehen Wandern, oder Fahrradfahren auf dem Programm. Dabei besteht die Chance Nilpferde, Giraffen, Zebras, Krokodile und Warzenschweine aus nächster Nähe zu beobachten.

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