Welcome to Miami

Unsere Erwartungen an Miami waren bereits im Vorfeld niedrig und dementsprechend planen wir auch nur einen Tag für die Hauptsehenswürdigkeiten ein. Wir wohnen etwas außerhalb im Best Western Kendall Airport Hotel, welches wir wirklich sehr empfehlen können. Es scheint noch recht frisch renoviert worden zu sein und auch der Standort ist perfekt. Von hier aus brauchen wir zwar ca. 40 Minuten bis Miami Beach, dafür ist der Everglades NP nur ca. 30 Autominuten entfernt und die Keys erreichen wir ebenfalls recht schnell. Wer allerdings mehrere Tage in Miami Beach verbringen möchte, für den lohnt aufgrund der Fahrzeit wohl eher ein dann natürlich teureres Hotel direkt vor Ort.

Wynwood Walls, Miami Beach und der Ocean Drive

Die Hauptattraktion ist natürlich Miami Beach mit seinem Ocean Drive. Erster Halt auf dem Weg dorthin sind aber zunächst die Wynwood Walls im gleichnamigen Viertel von Miami. Hier sind quasi alle Häuserfronten mit irgendeinem Bild bzw. Motiv kunstvoll bemalt. Wir suchen uns zunächst einen Parkplatz am Straßenrand. Dieser muss aber mittels APP übers Handy bezahlt werden. Wer wie wir kein Internet parat hat, sucht sich also lieber einen der öffentlichen Schotterparkplätze und zahlt dort für 6 Stunden zwischen 10-12$ in Cash oder Kreditkarte. Leider ist die zu zahlende Mindestparkzeit tatsächlich 6 Stunden…

Auch wenn durch die Straßen relativ viele Touristen ziehen, spürt man recht deutlich den Vorort-Charakter des Wynwood-Viertels. Hier gibt es keine Hochhäuser, dafür aber viele kleine nette Cafes, Galerien und natürlich jede Menge bemalte Häuserfronten. Die Qualität der Paintings ist überragend. Aus der Ferne betrachtet sehen Tiere und Menschen teilweise täuschend echt aus. Es gibt unzählige tolle Fotomotive, so dass wir uns für die Hauptstraße, den Park und ein paar Seitenstraßen ungefähr eine Stunde Zeit nehmen. Wer es etwas ruhiger angehen lässt und noch was trinken geht, kann hier sicher auch deutlich mehr Zeit verbringen. In Summe auf jeden Fall ein lohnenswerter Abstecher auf dem Weg nach Miami Beach.

Dorthin sind es vom Wynwood-Viertel nochmal knappe 10 Autominuten. Wir kommen gegen Mittag an und parken direkt am südlichen Anfang des Ocean Drives auf Höhe des South Pointe Pier. Kostenpunkt hier am Beginn des Ocean Drives „nur“ 2 Dollar/Stunde. In Richtung Norden nehmen die Preise dann schnell zu. Dort wo sich der ganze Trubel abspielt zahlt man dann 4 Dollar/Stunde. An einem gut besuchten Samstag ist es aber unter Umständen sehr schwierig einen Parkplatz am Straßenrand zu ergattern. Dann hilft entweder nur der direkte Weg in eines der Parkhäuser auf der Parallelstraße zum Ocean Drive (dann 20 Dollar für max. 5 Stunden), oder ihr legt die Strecke vom South Pointe Pier per Pedes in ca. 10 Minuten zurück.

Zurück zum South Pointe Pier. Der lange Steg am südlichen Ende des Miami Beaches ist im Grunde nichts besonderes. Vom Ende des Piers lässt sich der gesamte Miami Beach überblicken, und das war es auch schon. Keine Eisstände, Imbissbuden oder sonstigen Freizeitunterhaltungsmöglichkeiten wie an den großen Piers an der USA-Westküste.

Der berühmte Miami Beach ist dann allerdings tatsächlich sehr nett! Der Sand ist herrlich weiß und fein und der Strand ist wirklich breit und sehr weitläufig. Obwohl hier viele Menschen sind, verteilen sich die Massen recht gut und es ist nicht unangehem überfüllt. Kein Handtuch an Handtuch mit den Strandnachbarn, allerdings natürlich auch kein einsamer romantischer Karibikstrand 😉 Der Atlantik ist hier relativ klar, angenehm warm und fällt flach ins Meer ab, so dass auch das Baden Spaß macht. Alle paar Meter stehen die bekannten bunten Rettungsschwimmerhäuschen und geben schöne Fotomotive ab. Wer das perfekte Bild haben möchte, sollte allerdings zum Sonnenaufgang an den Strand und die Hütten mit der aufgehenden Sonne im Hintergrund fotografieren.

Parallel zum Strand verläuft dann der bekannte Ocean Drive. Hier findet man zig Restaurants, Bars und Souvenir-Shops. Untermalt wird das Ganze von den vielen fetten Autos, die mit lauter Musik den Ocean Drive rauf und runter fahren. So haben wir uns Miami vorgestellt! Welcome to Miami, home of the rich and famous! Wir waren Samstag Nachmittag/Abend dort und es war brechend voll… Viele verrückte Leute und es macht Spaß einfach ein bisschen zu beobachten und zu staunen 🙂 Ganz cool sind auch die vielen im klassischen Art-Deco Stil errichteten Gebäude. Mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlen einige dann sogar in den grellsten Neonfarben und geben so ein weiteres tolles Fotomotiv ab. Besonders zu empfehlen ist hier das Colony Hotel samt Nachbargebäuden. Ob die diversen Restaurants empfehlenswert sind, können wir leider nicht sagen. Irgendwie scheint uns das Ganze doch sehr touristisch und überteuert. Am besten Ihr checkt einfach vorher auf Tripadvisor, von welchem Plätzchen aus sich das Treiben am besten beobachten lässt.

Wer gerne einen extra Strandtag einlegen möchte, kann dies natürlich ohne weiteres hier tun. Andernfalls gibt es dazu natürlich auch unendliche weitere Möglichkeiten in Florida. Was wir uns gar nicht angesehen haben ist die Bayside Area. Soll wohl auch nochmal ganz nett sein. In Summe reicht uns ein Tag in Miami, auch wenn der Lifestyle irgendwie interessant ist.

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