Kurztrip Normandie

Die langen Wochenenden im Mai und Juni eignen sich perfekt für einen Kurztrip, z.B. in die Normandie. Hier gibt es genug zu sehen um drei Tage gut gefüllt zu bekommen. Allerdings sollte man entweder ein paar Brocken Französisch sprechen, oder keine Scheu haben, sich mit Händen und Füßen zu verständigen. Wir sind schmerzfrei und sind sechs Autostunden später und ca. 70 € ärmer für Mautgebühren auch schon am Ziel. 

Honfleur

Als Ausgangspunkt für unseren Kurztrip haben wir uns das schöne Hafenstädtchen Honfleur ausgesucht. Tagesausflüge zu den bekannten Sehenswürdigkeiten der Normandie sind von hier aus bequem möglich. Darüber hinaus ist Honfleur bekannt für sein altes fotogenes Hafenbecken und die schnuckelige Innenstadt. Am Abend findet man dort ebenfalls überall sehr gute Restaurants, die zumeist typische 3-Gang-Menüs anbieten. Für die auf den ersten Blick recht hohen Preise, bekommt man aber doch einiges geboten. Alternativ verpflegt man sich selbst. Unsere Unterkunft ist zentral gelegen und nur ein paar Gehminuten vom Treiben entfernt. Auch den Strand kann man zu Fuß erreichen, ist aber nicht wirklich lohnenswert. Hier hat die Normandie besseres zu bieten.


Etretat

Ein Beispiel dafür sind die Kreidefelsen von Etretat. Hier kann man auf jeden Fall einen ganzen Tag einplanen. Wir fahren direkt nach dem Frühstück los und sind ca. 45 Minuten später auch schon da. Zu beiden Seiten des Strandes von Etretat erheben sich die Klippen imposant empor. Es führen Wanderwege hinauf, die zwar teilweise etwas steiler, aber trotzdem für jeden gut zu erklimmen sind. Das Panorama von oben ist sensationell. Immer wieder gibt es tolle Aussichten auf die Klippen. Am besten genießen lässt sich das Ganze bei einem kleinen Picknick im Sonnenschein.


Omaha Beach

Ein weiteres Highlight, vor allem für Geschichtsinteressierte, ist natürlich die Region um Omaha Beach. Hier landeten die Alliierten Kampftruppen im 2. Weltkrieg den entscheidenden Sieg gegen die deutsche Wehrmacht. Starten sollte man unbedingt am amerikanischen Militärfriedhof. Am Eingang befindet sich ein sehr informatives kostenloses Visitor Centre bevor ihr von hier euren Rundgang über den Friedhof starten könnt. Zweimal am Tag, um 11 und 14 Uhr, werden kostenlose geführte Touren über das Gelände angeboten. Des Weiteren hat man natürlich eine tolle Aussicht über Omaha Beach. Erst im Anschluss fährt man dann in die umliegenden Dörfer und besucht dort diverse Privatausstellungen (was wir allerdings nicht empfehlen können), oder schlendert entlang des Strandes zum D-Day Memorial. Auch ein Besuch des Pointe Du Hoc mit den alten Bunkeranlagen ist sehr sehenswert. In Summe ist ein ganzer Tag hier schnell vorüber, so dass man zeitig vor Ort sein sollte. Die Fahrtzeit von Honfleur aus beträgt etwas mehr als eine Stunde.


Le Mont-Saint-Michel

Als drittes Ausflugsziel wählen wir einen Besuch der Abtei Mont-Saint-Michel. Die Fahrtzeit von Honfleur aus beträgt ca. 2 Stunden. Vor allem von Außen ist das Ganze natürlich sehr sehenswert. Aber auch ein Besuch der Abtei lohnt. Für 10€ erhält man Zutritt und kann dann in Ruhe mit einem Audioguide die diversen Räume begutachten. Zum Abschluss schlendert man dann noch durch die schmalen Gassen und kommt sich dabei ein bisschen vor wie Harry Potter in Hogsmeade. Insgesamt hatten wir uns von dem Ausflug aber mehr versprochen. Trotzdem kann man Le-Mont-Saint-Michel empfehlen.

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