Kinabatangan River Safari

Tag 12  und 13 verbringen wir in der Sukau Rainforest Lodge. Das bedeutet gleichzeitig auch Abschiednehmen vom Danum Valley Nach dem Frühstück müssen wir packen und verlassen diesen schönen Ort um 10:00. Vom Hörensagen sollten wir es hier aber nicht viel schlechter antreffen…

Tag 12

Unser Fahrer heißt Wan und kutschiert uns sicher in 4 Std. zum Jetti in Sukau. Wir setzen in 5 Min. auf die andere Flussuferseite über und sind da…

Die Lodge ist soweit OK, allerdings kein Vergleich zur BRL – eher Tabin Like. Wir werden freundlich empfangen und kriegen wie immer ein kurzes Briefing und als Warm-Up direkt mal zwei Flying Lemuren gezeigt! Dann starten wir auch schon mit der einstündigen Afternoon Cruise.

Unser Guide Jamil der I zeigt uns Longtail und Pigtail und auch jede Menge Nasenaffen! Hornbills und ein Adler runden das Ganze ab. Um 19uhr gibt es dann Dinner. Ein kleines Büffet, aber für jeden ist etwas dabei. Dann um 20Uhr auf zur Night Cruise. Wir zahlen 65 Ringit p.P. extra, bekommen dafür aber auch Kingfischer (Blue-Eard u. Storch), eine Eule, ein Baby-Krokodil, Flying Foxes und diverses Kleingetier zu Gesicht. In Summe eine sehr lohnenswerte Cruise! Im Stockdunklen über den Kinabatangan zu fahren hat was…

Da wir so begeistert sind und auch unbedingt die Elefanten sehen wollen, buchen wir für morgen eine viestündige Elefanten-Tour. Wir handeln einen guten Deal aus und lassen uns die ursprünglich geplante Afternoon-Cruise anrechnen. Danach geht´s ab ins Bett. Morgen werden wir mal wieder früh geweckt.


Tag 13

Klopf klopf. Pünktlich werden wir vom Personal Um 5:30 Uhr geweckt. Ein kurzes „Ja“ genügt und das nächste Zimmer wird bearbeitet. Um 6:00 – noch vor dem Frühstück – startet dann die Early Morning Cruise. Der Fluss liegt noch leicht im Nebel. Trotzdem spotten wir mit Hilfe von Jamil dem I viele Nasenaffen, Hornbills und nach langem Suchen eine Schlange (die können sich echt gut tarnen). Nach 2 Stunden sind wir zurück in der Lodge und bekommen unser Frühstück. In Sukau scheinen sich auch die Mücken wohl zu fühlen. Grad mal ein paar Stunden sind wir hier und schon zieren diverse Stiche unsere Arme und Beine. Für unsere kleine Wanderung um 10Uhr hinter der Lodge gilt also ordentlich deeten 

Widererwarten entgehen wir den kleinen Quälgeistern! Vielleicht auch wegen der doppelten Menge Deet Unser Guide ist ein echter Dschungel-Indianer-Opi. Er berichtet, dass er auch mal 13 Jahre im Danum Valley gearbeitet hat. Aufgrund seines Alters scheint er aber mittlerweile nicht mehr in der Lage zu sein die anstrengenden Hikes dort zu absolvieren. Steven ist den Fluss rauf im Dschungel aufgewachsen, wo erst 1962 die ersten Europäer (Briten) hinkamen. Bis dahin liefen die Indianer dort noch ohne Schuhe und mit Kleidung aus Baumrinde durch den Wald. Unser Guide selbst hat als Kind nur in der Schule Schuhe angezogen. Richtig cooler Typ!

Bei der Wanderung geht’s daher auch eher um Survival-Tipps für den Dschungel. Wildlife – Fehlanzeige! Hoffentlich haben wir gleich bei unserer Suche nach Elefanten mehr Glück?!?

Um 14:00 Uhr ist Abfahrt. Unser Guide ist Jamil der II – auch genannt der Elefantenflüsterer. Angesetzt sind 4 Std, da die Elefanten sich wohl ein gutes Stück flussaufwärts aufhalten. Leider lassen sich die Elefanten aber nicht blicken. Dabei versucht Jamil der II wirklich so ziemlich alles. Wir landen sogar mehrmals mit dem Boot am Flussufer an und Jamil läuft barfuß in den Dschungel um nach Spuren zu suchen. Teilweise ziemlich abenteuerlich das Ganze! Es entwickelt sich eine richtige Jagd nach den Dickhäutern Vom 1. Landgang kommt unser Guide mit einem riesen frischen Elefantenköttel zurück. Beim 2. Mal können wir ca. 3-4 Std. alte Fußabdrücke finden. Wir hören sogar einmal ein Trompeten. Wir sind zwar nah dran, aber immer noch keine Elefanten in Sicht. Laut Jamil sind die Elefanten aktuell tiefer im Dschungel und werden so schnell nicht ans Ufer kommen. Nach 3 Std. Suche inkl. einem fetten Wolkenbruch machen wir uns dann auf den Rückweg, auf dem wir dann zumindest noch 2 große Salzwasserkrokodile, den seltenen Storm’s Stork und wie immer jede Menge Monkeys zu Gesicht bekommen! Schade, aber wenigstens etwas…

Ausklingen lassen wir den Abend mit Dinner und anschließend noch ein paar Chips an der Bar. Nadine telefoniert nach Hause und eigentlich wollen wir schon aufs Zimmer. Doch plötzlich werde ich dann vom Barmann gebeten kurz mitzukommen….

Unserem Guide Jamil dem II hat es wohl keine Ruhe gelassen und er ist daher nach unserer Tour nochmal zurück, nach den Elefanten suchen gegangen. Er wollte sich anscheinend selber beweisen, dass er die Fährten richtig gedeutet hatte. Wenn wir möchten fährt er mit uns nochmal den Fluss hoch. Vielleicht haben wir ja jetzt Glück, denn es gab wohl eine Info, dass die Elefanten mittlerweile ans Ufer zum Fressen gekommen sind. Wir packen schnell unsere Kamera ein und sitzen 5 Min. später im Boot!

Wir fahren durch die sternenklare Nacht. Der Vollmond erzeugt eine fast surreale Stimmung. Jamil der II sucht mit seinem Scheinwerfer das Ufer ab. Unglaublich diese Aktion! 2 Naturfreaks vorne und anscheinend ein ganz großer hinten am Steuer Denn anders können wir uns das ganze nicht erklären! Warum „opfert“ Jamil Zeit für uns. Denn die Fahrt soll uns nicht’s kosten. Er erspäht einen Cat-Civit. Keine Ahnung wie er das gemacht hat aus gefühlt 30m Entfernung. Wir sehen ihn dann als wir bis auf 4m ran sind.

Und dann nach weiteren 10min tauchen sie tatsächlich auf. Borneo Pigmy Elefanten!!! Laut Jamil müssen es so ca. 60 sein. Wir sehen am Ufer so um die 15-20. Der Knaller! Jamil steuert das Boot Richtung Ufer, macht den Motor aus und es gibt diesen WOW-Moment!!! 3m vor uns grast eine Elefanten-Dame! Die Elefanten drumherum lassen sich ebenfalls von uns nicht stören und fressen gemütlich weiter. Nächtlicher Dschungel-Sound unterbrochen von einem Trompeten hier und da. Dazu leises Schmatzen… Der absolute Knaller!!! Auch Jamil ist sichtlich begeistert! Wir verbringen 15min bei den Dickhäutern und sagen dann Good Night Elephants Zurück in der Lodge bedanken wir uns bei Jamil. Und da so eine Aktion einfach nicht selbstverständlich sein darf bekommt Jamil noch 50 MYR (ca. 10€) von uns. Er freut sich! Und auch der nette Barmann bekommt einen 5€-Schein. Wie sich herausstellt sammelt er nämlich ausländische Währung, und Euro hat er wohl noch nicht! Alle sind also glücklich! Was für ein Tag und somit Big Five of Borneo – Check!!!


Abreise

Eigentlich wollen wir mal „länger“ schlafen. Frühstück gibt es um 8:00 Uhr. Leider macht uns die Dschungel Mafia mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Makaken turnen auf dem Dach herum. Es ist 6:30 Uhr. Naja – Haben wir halt wenigstens keinen Stress beim Packen

Um 9:00 geht’s mit dem Boot los in Richtung Sandakan. Auf der 2,5 Stunden Fahrt halten wir für einen wilden Orang und 2 Krokodile. Somit kompletieren wir die „Big Five of Borneo“ in Sukau. Dank nochmal an Jamil den II !!! Ohne Ihn würden die Elefanten auf der Checkliste fehlen.

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