iSimangaliso-Wetland-Park

Der iSimangaliso Wetland Park ist ein Nationalpark an der Ostküste im Norden Südafrikas. In ihm befindet sich der größte See Südafrikas, der St.-Lucia-See. Dieser ist nur durch einen schmalen Küstenstreifen vom Meer getrennt und bietet so den größten Nilpferd- und Krokodilbeständen Südafrikas Zuflucht. Zudem gibt es Nashörner, Büffel und Leoparden im Park und mit viel Glück kann man vom Strand aus Wale im Meer sichten.

Hippos, Crocs und Wale

Für den iSimangaliso Wetland Park bietet sich Santa Lucia als Ausgangspunkt an. Santa Lucia ist ein schnuckeliger und sehr sicherer Ort. Auch nach Sonnenuntergang kann man hier noch ohne Probleme zu Fuß unterwegs sein. Lediglich vor den Nilpferden sollte man auf der Hut sein. Diese streunen auf der Suche nach saftigem Gras nach Einbruch der Dunkelheit durch die Straßen und verirren sich teilweise in den Vorgärten der Häuser. Klingt ganz lustig, ist aber gar nicht ohne! Man sollte wissen, dass Nilpferde zu den gefährlichsten Tieren Afrikas gehören. Zum Glück riecht man sie schon bevor man sie sieht. Und sofern man sich an die Regel hält, sich einem Nilpferd nie von vorne zu nähern, ist der nächtliche Spaziergang nach dem Dinner wohl recht sicher.

Nilpferde sind sehr schreckhaft und rennen bei Gefahr immer einfach geradeaus. Trotz des großen Gewichtes tun sie dies unfassbar schnell und rennen im Notfall einfach alles über den Haufen. Daher immer nur von hinten, oder seitlich und mit genügend Abstand an einem Nilpferd vorbeigehen.

Für den iSimangaliso Wetland Park solltet ihr einen ganzen Tag einplanen. Mit dem eigenen Mietwagen geht es Morgens quer durch den Park bis zum Cape Vidal. Nehmt unbedingt ein Picknick und genug zu trinken mit. Im Park selber gibt es nichts zu kaufen.

Die Landschaft ist sehr schön und es gibt entlang der gut befahrbaren und asphaltierten Straße immer wieder kleine Loops mit Stopps. Am Cape Vidal gibt es einen großen Parkplatz mit Picknickplätzen, oder aber Ihr macht es wie wir und macht es euch am riesigen weißen Sandstrand gemütlich. Egal wo Ihr euch ausbreitet – seid auf der Hut vor der Affenbande! Teilweise kommt es zu regelrechten Überfällen, bei denen auch gern mal ein offener Kofferraum oder offenes Autofenster genutzt wird, um das Auto komplett leer zu räumen. Und nicht nur auf die Affen sollte man aufpassen! Uns attackiert beim Picknick plötzlich ein großer Adler und mopst uns einen Muffin direkt aus der Hand. Außer einem gewaltigen Schrecken tragen wir zum Glück nichts davon. Einmal mehr sind wir daran erinnert, dass wir uns inmitten der Wildnis befinden.

Im Park sehen wir Nashörner, eine Schlange (auf der Straße aus dem Auto) und an der Küste tatsächlich in weiter Ferne unsere ersten Wale.

Zum Sonnenuntergang unternehmen wir dann noch eine Bootsfahrt auf dem Lake St. Lucia, um die vielen Nilpferde näher zu Gesicht zu bekommen. Sehr zu empfehlen und ein absolutes Must-Do! In Summe ein absolut gelungener und schöner Tag…

Am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Durban. Auf dem Weg dorthin machen wir noch kurz Halt im Shakaland, einem nachgestellten Zuludorf. Wir erfahren mehr über die Lebensweise des Stammes und bekommen auch diverse Tänze vorgeführt. Shakaland ist quasi ein Freilichtmuseum.

Durban dient uns nur als Übernachtungsstopp, um von dort am nächsten Tag schon früh den Flug nach Port Elizabeth zu nehmen. Von hier starten wir auf der Garden Route in Richtung Kapstadt.

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